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Der Sammler

Heinz Grünwald wurde 1948 in Magdeburg geboren und war 10 Jahre bei der Volkspolizei (Verkehrspolizei) tätig.
Das sagt er selbst über seine Sammlung:

"Jede Sammlung hat eine eigene Entstehungsgeschichte. Meistens entwickelt sich eine Sammlung unbemerkt und wird zum Selbstläufer. Ein erstes harmloses Interesse führt zu mehreren Einzelstücken, die eine Einheit bilden.
Im Falle der historischen Sammlung „Die Volkspolizei“ bin ich selbst bewusst aktiv geworden.

Meine Kontakte zu den damaligen Kollegen der Polizei-Dienststellen sind nie ganz abgerissen. Ich bemerkte, dass im Rahmen des Neuaufbaus der Polizei in den fünf neuen Bundesländern ganze Polizeiausrüstungen und -ausstattungen aus dem Bereich der „Volkspolizei“ umfassend ausgesondert und entsorgt wurden.
Dabei fiel mir mit einer gewissen Wehmut auf, dass es kaum ein Interesse gab, sich um die Sicherung von historisch wertvollen Hinterlassenschaften der „Volkspolizei“ zu kümmern. Aus diesem Empfinden heraus habe ich mich mit den zuständigen Stellen immer wieder persönlich in Verbindung gesetzt.

Mir war es wichtig, als seriöser Sammler mit historischem Anspruch wahrgenommen zu werden.

„Heinz Grünwald“ war bald in den entscheidungsbefugten Etagen als Name eines ernsthaft historisch interessierten Sammlers bekannt. Deshalb blieb es mir auch erspart, wie andere Sammler als „Sonderling“ angesehen zu werden. Die „Volkspolizei“ war eben eine ganz andere Polizei als diejenige, die wir heute kennen. Daher sah ich einen deutlich erkennbaren Bedarf zur Dokumentation durch Originale. Insofern sah und sehe ich die Möglichkeit als ehemaliger „Insider“ einen ganz speziellen Beitrag zur Betrachtung dieses Teils einer vergangenen deutschen Gesellschaft leisten zu dürfen.

Dabei hat mir geholfen, dass ich deutlich machen konnte, dass ich tatsächlich keinerlei wirtschaftlichen Ziele verfolge.
Alle Sammlungsstücke, auch Doppel, sind immer von Anfang an in der im ständigen Aufbau begriffenen Sammlung verblieben. Wenn ein Spender ein Exponat in meine Hände gibt, kann er sicher sein, dass er immer über den Verbleib dieses Stückes orientiert sein wird.

Ich bin kein Händler. Ich verfolge keinerlei wirtschaftlichen Interessen durch den Verkauf von Sammlerstücken.

Daher kann ich bis heute auf Spenden von Ausstellungsstücken aus privater Hand und aus Nachlässen – auch mit Dauerleihgaben – zu Gunsten meiner Sammlung hoffen und zurückgreifen. Ich stelle mir vor, für nachfolgende Generationen – und das fängt schon mit der heutigen Jugend an – eine weitgehend lückenlose Dokumentation zusammen zu stellen.

Es gibt keinen Bereich aus dem Ausstattungspool der „Volkspolizei“, der nicht eine eigene Geschichte hätte."